Koma-Saufen

Koma-Saufen: Eltern, Schulen, Händler und Party-Veranstalter in der Pflicht

„Gegen das Koma-Saufen von Jugendlichen hilft kein Alkohol-Verbot, keine neue Altersbeschränkung für die Abgabe von alkoholischen Getränken. Hier ist jeder, der Verantwortung trägt, gefordert. Das beginnt im Elternhaus, in der Schule und hört bei den Händlern und insbesondere bei den Veranstaltern auf, die sogenannte ‚All you can drink-’ oder ‚Flatrate-Parties’ anbieten, bei dem Jugendliche für einen Festbetrag soviel trinken können, wie sie wollen. Hier ist der hemmungslose Alkoholkonsum bis zum Umfallen vorprogrammiert. Angesichts der Debatte über ein Rauchverbot in Deutschland ist es ebenso wichtig, auch die Suchtrisiken von Alkohol zu thematisieren“, fordert die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Cornelia Hoffmann-Bethscheider.

Immer mehr Jugendliche betrinken sich derartig, dass sie wegen Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden müssen: Die Zahl solcher Fälle ist in den letzten Jahren drastisch angestiegen.

„Koma-Saufen wird zur Lebensbedrohung und hat - nach Ansicht der SPD -nichts mehr mit dem natürlichen Bestreben von Jugendlichen zu tun, Grenzen auszuloten. Aus diesem Grund ist die Prävention, die Aufklärung über die Folgen und die Gespräche mit Jugendlichen einzige Maßnahme, um dem immer akuter werdenden Problem entgegen zu treten. Verbote helfen nicht viel weiter, sondern animieren die Jugendlichen eher noch dazu, diese zu brechen“, so die SPD-Politikerin.

Druckbare Version