Studiengebühren abschreckend und diskriminierend

"Studiengebühren werden durch Studienkredite nicht gerechter!", bewertet der SPD-Abgeordnete, Peter Gillo, die von Wissenschaftsminister Jürgen Schreier vorgestellten Kreditbedingungen.

Gillo erklärt:" Es bleibt doch dabei: Wer die Gebühren aus des Vaters Schatulle bezahlen kann, geht nach dem Studium schuldenfrei in das Berufsleben. Die anderen starten mit einem Schuldenberg." Das wirke gerade auf junge Menschen aus Familien mit niedrigem und sogar mittlerem Einkommen abschreckend. Viele Studierende sähen sich zudem gezwungen, neben dem Studium noch mehr zu arbeiten.

Gillo macht die Einführung von Studiengebühren in mehreren Bundesländern auch für den Rückgang der Studierneigung verantwortlich. Immer mehr Abiturienten entschieden sich für eine Lehre. Der Anteil der Studierwilligen nehme ab - mit fatalen Folgen für Jugendliche, die mit Real, -Haupt- oder Sonderschulabschluss verzweifelt nach einer Lehrstelle suchen.

Diskriminierend sei die Lösung der Saar-CDU für ausländische Studierende.
Solche aus Nicht-EU-Staaten hätten noch nicht einmal Anspruch auf die Gewährung von Krediten. Viele afrikanische Studenten wüssten nicht, wie sie zusätzlich 1.000 Euro pro Jahr aufbringen sollen.

Statt Studiengebühren zu erheben, fordert die saarländische SPD, den Auszehrungsprozess der Hochschulen zu beenden und die Förderung aus Landesmitteln zu verstärken. Die Hochschuletats seien schon im vierten Jahr hintereinander eingefroren.

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