Weltkindertag 2006

Die SPD fordert saarländischen Aktionsplan gegen Kinderarmut und Aufnahme von Kinderrechten in die Verfassung des Saarlandes

„Unser Ziel muss es sein, dass alle Kinder im Saarland – unabhängig von ihrer Herkunft – die gleichen Lebenschancen haben. Deshalb fordert die SPD einen saarländischen Aktionsplan mit konkreten Zielvorgaben zur Bekämpfung der Kinderarmut im Saarland“, so die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Petra SCHERER.

Rund 24.000 Kinder leben im Saarland in Armut – mit negativen Auswirkungen auf fast alle Bereiche ihres Lebens. Sie haben schlechtere Bildungschancen, leiden häufiger unter gesundheitlichen Problemen und können viele Angebote im Freizeit- oder kulturellen Bereich nicht wahrnehmen. Dies ist das Ergebnis einer Anhörung, die im Landtag zum Thema Kinderarmut durchgeführt wurde.

Insbesondere in der Bildungspolitik müsse ein Weg beschritten werden, der allen Kindern die gleichen Bildungschancen eröffnet. „Bildung ist der Schlüssel, um Armut zu überwinden. Deshalb brauchen wir im Saarland unter anderem eine stärkere Förderung der frühkindlichen Bildung und die flächendeckende Einrichtung von echten Ganztagsschulen mit pädagogischem Konzept“, fordert die Abgeordnete.
Die SPD-Fraktion bringt deshalb einen Antrag zum Thema Kinderarmut in die Sitzung des saarländischen Landtages am kommenden Mittwoch ein.

Die SPD fordert darüber hinaus, dass die Rechte von Kindern endlich in die Verfassung des Saarlandes aufgenommen werden. Hierzu gehört das Recht der Kinder auf Entwicklung und Entfaltung ihrer Persönlichkeit und auf den Schutz von jeglicher Form von Gewalt, insbesondere das Recht auf gewaltfreie Erziehung.


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