„In der heutigen Sitzung des Bildungsausschusses wurde deutlich, dass für 543 zusätzliche Schülerinnen und Schüler an kaufmännischen wie auch an technisch-gewerblichen Berufsbildungszentren im Saarland kein einziger zusätzlicher Lehrer für das Schuljahr 2006/2007 eingestellt wurde“, so die für Berufsbildung zuständige Abgeordnete Isolde Ries.
Beklagenswert sei darüber hinaus der Unterrichtsausfall, zu dem die Landesregierung im Ausschuss nicht in der Lage oder Willens war, die krankheitsbedingten Unterrichtsausfälle an den Berufsschulen zu beziffern. Laut Auskunft der Landesregierung werden diese angeblich nicht erfasst. Nach Informationen von Experten betrug im vergangenen Schuljahr 2005/2006 die Anzahl an ausgefallenen Stunden 10 bis 15 Prozent“, beklagt die SPD-Politikerin.
Zudem wurde klar, dass Stunden für Sozialkunde, Sport und Religion gekürzt wurden. Unterrichtsausfall gab es daneben noch in den Naturwissenschaften, der Datenverarbeitung und vielen anderen Fächern. „Hier gibt es einen gravierenden Widerspruch. Wenn die Vertreter des Bildungsministeriums die entsprechenden Fächer benennen können, die ausgefallen sind, dann stellt sich die Frage, warum das Ministerium dem Parlament keine Übersicht über den gesamten Unterrichtsausfall geben kann“, so die SPD-Politikerin.
Ries fordert, dass in Zukunft der tatsächliche Unterrichtsausfall erfasst werden muss. Eine ordentliche Personalisierung könne nur erfolgen, wenn bekannt sei, wie viel Unterricht in den Schulen tatsächlich ausfällt. „Es ist sowohl im Interesse der Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf ihre Berufschancen, als auch im Sinne der Wirtschaft und deren zukünftigen Auszubildenden, wenn wir analysefähiges Datenmaterial zur Verfügung haben. Es kann auf der einen Seite nicht über die Ausbildungsunfähigkeit und mangelnden Grundkenntnissen der Jugendlichen gejammert werden, und auf der anderen Seite fällt so viel Unterricht aus“, so Ries.
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